In einem fröhlichen ökumenischen Gottesdienst mit rund 150 Frauen wurde in der katholischen Kirche St. Sebald der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. Da in diesem Jahr die Verbundenheit besonders mit den Christinnen im afrikanischen Kamerun im Mittelpunkt stand, holte das Vorbereitungsteam um Rosemarie Meinhold und Doris Novotny und die Vertreterinnen des Vorstandsteams des Katholischen Deutschen Frauenbundes ein Stück Afrika in das winterlich-kalte Schwabach. In selbstgenähten Gewändern aus afrikanischen Stoffen und mit vielfältigen Rasseln zog das Vorbereitungsteam samt der zahlreichen Sängerinnen um Dagmar Ziegler zu rhythmischen Klängen der Musikantinnen in die Kirche ein. In ökumenischer Gemeinschaft von Vertreterinnen aus den verschiedenen evangelisch-lutherischen Sprengeln, der evangelisch-reformierten als auch von der methodistischen Kirchengemeinde, der beiden katholischen Kirchengemeinden St. Peter und Paul sowie von St. Sebald wurde unter dem Leitgedanken „Alles, was Atem hat, lobe Gott“ gebetet, gesungen sogar mit allen anwesenden Gottesdienstbesucherinnen meditativ im Kirchenhaus getanzt. Damit wurde nicht nur der ökumenische Gedanke allein in Schwabach spürbar gemacht, sondern mit allen Frauen in der Welt und insbesondere im fernen Kamerun, die unter der allgegenwärtigen Korruption, der wachsenden Ungleichheit und dem Staatsversagen zu leiden haben. Obwohl 40 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze trotz reicher natürlicher Ressourcen wie Erdöl leben müssen, vertrauen die dortigen Frauen auf Gott, den sie bei all ihren Arbeiten immer und immer wieder loben und preisen. Nachdenklich machend wurde diese Einstellung im Gottesdienst denn auf die hiesigen Verhältnisse übertragen und an jede Anwesende die Frage gerichtet: „Wen lobst du?“. Gerade diese Transkription bringt für die Einzelne neue Ansatzpunkte für den Glauben und den Alltag. Deshalb ist es für die Gemeinschaft des Weltgebetstages auch selbstverständlich, Projekte finanziell zu unterstützen, die dem jeweiligen Land zugute kommen, das die Gottesdienstordnung erstellt. Doris Novotny und Rosemarie Meinhold verkündeten daher begeistert beim anschließenden Miteinander im exotisch farbenprächtig geschmückten Arche-Saal mit dem Eine-Welt-Stand, dass die Schwabacherinnen über 644 Euro für Projekte von Opferberatung und – hilfe im Zusammenhang mit Unrechtsstrukturen beigetragen hätten. Voller geschwisterlicher Freude über dieses tolle Ergebnis, genossen die zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen unbeschwert das reichliche, afrikanisch dekorierte Büfett, das die Frauen vom Schwabacher Katholischen Deutschen Frauenbundes so köstlich und reizvoll anmutend vorbereitet hatten. Abschließend luden Claudia Kuhn und Rosemarie Meinhold zum Weltgebetstag im nächsten Jahr, der in der evangelischen Spitalkirche gefeiert wird mit einer Gottesdienstordnung aus Chile.
Nikolaus-Postkarten- Aktion in St. Sebald mit 2 Bildern (ukb)
SCHWABACH ( ukb) – „Für mich nur das Original!“ Gerade weil die Weihnachtszeit wieder vor der Tür steht und sich der Nikolaustag am 6. Dezember nähert, verkaufte die Katholische Jugend unter diesem Motto „Für mich nur das Original!“ Schoko-Nikolaus-Männer mit Mitra und Bischofsstab. Jeweils vor und nach den sonntäglichen Vormittagsgottesdiensten war der gemeinsame Stand der Jugend und des Katholischen Deutschen Frauenbundes ( KDFB) dicht umlagert. Denn die KDFB-Frauen machten gleichzeitig auf die derzeitige Bayern weite KDFB- Postkarten-Aktion aufmerksam unter der gleichen Überschrift „Für mich nur das Original“ . Schnell wurden an diesem Vormittag rund 200 Karten verteilt, die nun ausgefüllt an den Bayerischen KDFB-Landesverband geschickt werden. Dieser schickt dann all die Postkarten an den Verband der Deutschen Süßwarenindustrie verbunden mit dem Wunsch, dass der Bischofsmann von Myra, also der „echte“ Nikolaus, wieder in das Schokoladensortiment aufgenommen werden soll.
Dass diese Aktion so recht im Sinn der Gläubigen war, unterstrichen die große Nachfrage nach den „Originalen“ und das starke Interesse an den Aktions-Postkarten, die gleich bei Kinderpunsch und selbstgebackenen Kuchen ausgefüllt wurden.