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Frau Adelheid Ratzek und Frau Christine Kirschner können im September ihr 20-jähriges Jubiläum im Kindergarten St. Sebald feiern. Zum Beginn des neuen Kindergartenjahres bedankte sich Herr Domkapitular Alois Ehrl herzlich für den langjährigen Dienst zum Wohl der Kinder unserer Pfarrei und der Stadt und wünschte weiterhin alles Gute und Gottes Segen. |
Sieben Wochen nach dem vorübergehenden Umzug der Kinder in die Räume von St. Peter und Paul war es möglich, unter der Bauleitung von Susanne Grad, Architekturbüro Lemke, Richtfest zu feiern. Am Dienstag, den 27. Juli um 14.00 Uhr war es soweit.
Viele waren gekommen. Vertreter der beteiligten Firmen, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderäte der beiden Pfarreien, Kinder und Erzieherinnen. Auch Oberbürgermeister Mathias Thürauf ließ es sich nicht nehmen bei der kleinen Feier anwesend zu sein.
Zur Einstimmung sangen die Kinder unter Gitarrebegleitung von Leiterin Frau Schmidler das Lied „Wer will fleißige Handwerker sehen…“. Domkapitular Ehrl begrüßte alle Gäste vor dem Kinderhaus.
Nach der Begrüßung wurde der Richtspruch nach alter Tradition von Zimmermeister Kleinlein vorgetragen.
Anschließend erhielten die Kinder eine kleine Stärkung. Die anderen Gäste wurden im neu errichteten Dachgeschoß bewirtet.
Wenn alles gut geht, werden die Kinder im neuen Kindergartenjahr bereits wieder in ihre alten Räume zurückkehren, während das Obergeschoss noch umgebaut wird.
Mit einem fröhlichen Gottesdienst, den die jungen Sängerinnen und Sänger der Sebalder Spatzen unter der Leitung von Irvy Kellmann und Dagmar Ziegler erfrischend und peppig gestalteten, wurde die Enthüllung der Bildersäule vor der katholischen Kirche zur „Göttlichen Vorsehung“ im Ortsteil Vogelherd gefeiert. Kaplan Ulrich Flashar ging in seiner Predigt der Frage nach, dass göttliche Vorsehung für den einzelnen Menschen sehr unterschiedlich gestaltet sein kann. Gemeinsam sei aber die Liebe und Güte Gottes gegenüber den Menschen. Diese Gedanken bildeten eine treffliche Ergänzung zu den Bildern des Granitsteins vor der Kirche, den Walter Swoboda mit Hilfe seines Bruders nach Schwabach geschafft hatte. Sie wurden im Anschluss an den Gottesdienst feierlich von Heinrich K. Mangold enthüllt und durch Kaplan Flashar gesegnet. Auf vier Bildseiten hatte Mangold auf Kupferplatten anschaulich und in freundlichen Farben an die Nachkriegszeit und damit an die Entstehung dieser Kirche und an das Schicksal der vertriebenen Menschen erinnert. Die Stadtheimatpflegerin Ursula Kaiser-Biburger vertiefte diese Thematik mit einem kleinen historischen Rückblick an jene Tage, als durchschnittlich 1000 Menschen in dem kleinen Lager am Vogelherd zunächst aufgefangen wurden und dann im Landkreis weiter untergebracht wurden. Viele seien damals nur mit einem Koffer am Bahnhof angekommen. Einige wollten Schwabach nach ihren eigenen Aussagen niemals wieder-sehen. Dennoch sei Schwabach und auch der Ortsteil Vogelherd für sie zur Heimat geworden, ohne dass man diese Zeit je vergessen würde. Von daher erinnere auch die 1954 erbaute Vertriebenenkirche „Zur Göttlichen Vorsehung“ mit ihrer spartanischen Ausgestaltung an jene bittere Not der Menschen. Vieles davon könnten nun diese Bilder erzählen. Die Stadtheimatpflegerin wünschte sich, dass möglichst viele Eltern und Großeltern diese Bildersäule mit ihren Kindern und Enkelkindern besuchen mögen, um von jener Zeit zu erzählen, die nicht nur für die Menschen so bedeutend, sondern auch für den Stadtteil und seiner Kirche gewesen sei.
Auch wenn das Wetter „einen Strich durch die Rechnung“ gemacht hatte, so konnten die vielen Gläubigen in der katholischen Kirche St. Sebald beim festlichen Fronleichnamsgottesdienst mit Bläsern, Männer-Schola und Fahnenträgern der königlich Bayerischen Bürgerwehr, vom Heimat- und Trachtenverein, KAB, Kolping und der DJK wenigstens einen Blumen-Altarteppich bewundern. Auch wenn diese Blütenpracht nicht wie sonst auf dem Marktplatz oder im Hof der Luitpoldschule ausgebreitet wurde, so fand das aufwändige Werk von Ina Indelicato, Susi Distler, Theresia Förster und Birgitte Grundgreif dennoch große Anerkennung unter den Gläubigen. Domkapitular Alois Ehrl zeigte sich sehr begeistert von diesem großen Engagement und vor allem von dem gelungenen Ergebnis. Mehrere Stunden verbrachten die Frauen zusammen mit Mesner Joachim Dzierzan tags zuvor, um aus den gestifteten Blumen von Renate Platz ein Blütenbild mit einem strahlenden Kelch und einer Hostie zu schaffen.
Einen erlebnisreichen Tag beim Ökumenischen Kirchentag in München verbrachten die 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Schwabachs ( ACK) mit Rosemarie Meinhold und Doris Novotny sowie Frauen vom Katholischen Deutschen Frauenbundes ( KDFB) . Unter der bewährten Reiseleitung von Krimhild und Manfred Thürauf machte sich ein Bus von St. Sebald am frühen Morgen auf, um rechtzeitig vor der großen Ankunftswelle der Kirchentag-Besucher schon das Messegelände mit seinen Hallen erkunden zu können. Ein riesiges Programmangebot empfing die Schwabacher ACK- und KDFB-Gruppe. Neben speziellen Workshops und Vorträgen, die sich mit Bibelauslegungen befassten, war die „Agora“ , der große Marktplatz mit mehreren hundert Ständen in drei Messehallen ein gigantisches Angebot, um sich über die verschiedensten Konfessionen und Glaubensrichtungen zu informieren. Dazu präsentierten sich allerlei Bistümer, Verbände, Verlage, Partner aus den Entwicklungsländern sowie alles, was zum Glaubensleben eben gehört. Hier besuchten einzelne Teilnehmerinnen den Stand des KDFB und ließen sich von Bundesgeschäftsführerin Christiane Fuchs-Pellmann und von der Vizepräsidentin Marlies Brouwers die neue Aktion zum Wiedereinstieg von Frauen die LOTSIN erklären. Dabei handelte es sich um eine Drehscheibe, die Frauen helfen soll, ihren eigenen Standort, ihre Wünsche und Ziele deutlicher bei den Einstellungsgesprächen zu artikulieren.
Selbstverständlich wurde auch dem Stand der ACK der Landeskirche ein Besuch abgestattet.
Zwar waren alle Hallen schnell mit Menschen gefüllt, die mit den orange-weißen Schals und den T-Shirts in den Ökumenischen Farben Orange und Mittelblau drängten, doch herrschte eine Stimmung der Gelassenheit und Freundlichkeit. Bemerkenswert, die Vielzahl der jungen Menschen, der jüngeren Familien, die sich nicht nur auf dem Marienplatz zur mitreißenden Musikpräsentation des Kirchentags versammelt hatten. Auch in den Hallen ließen sie das Durchschnittsalter erheblich senken. Beeindruckend war es für die Schwabacher ACK-Gruppe Gesprächskreisen zuzuhören, in den bekannte Persönlichkeiten aus der Politik, der Kunst und der Theologie miteinander über religiöses Leben und Bibelauslegungen diskutierten.
Fesselnd wirkte unter anderem die Diskussion vom Bamberger Bischof Dr. Ludwig Schick mit dem Oberkirchenrat Dr. Stefan Ark Nitsche, dem Regionalbischof von Nürnberg und dem anglikanischen Bischof Anthony Priddis aus Hereford, England über eine Textstelle aus Matthäus 25, 31 – 46. Großen Zulauf hatte die Podiumsrunde unter dem Thema : „Wo Glauben erfahren?“ Hier stand einerseits die bodenständige und sehr sympathische Benediktinerin Schwester Ulrike Soegtrop im Rampenlicht und erzählte von ihrem Leben in der „Burg Dinklage“, der Abtei "St. Scholastika", in der sie mit 31 Benediktinerinnen ihre Heimat gefunden hat. Im vordergründigen Kontrast dazu die schrille, aber ungemein volksnahe Rockröhre Nina Hagen. Mit einfachen Worten und natürlich mit Musik veranschaulichte sie ihren suchenden Weg zum Glauben, den sie erst vor kurzem mit ihrer Taufe gefunden hatte. Solche Gesprächskreise wie diese gab es etliche an diesem Tag. Von der Angebotsfülle an inhaltlichen Auseinandersetzungen konnte man sich wirklich nur punktuell etwas aussuchen.
Einer der Höhepunkte dieses Tages war für die Schwabacher das ökumenische Vespergebet
in der Münchner Kirche St. Korbinian, das Domkapitular Alois Ehrl mit dem evangelischen Dekan Wolfgang Popp aus Pappenheim und dem Geistlichen von St. Korbinian gefeiert hatte. Eigentlich konnte sich hier Alois Ehrl wie zu Hause fühlen. Denn nicht nur viele Gottesdienstbesucher kamen aus Schwabach, sondern sogar auch aus Nürnberg ( seiner ehemaligen Pfarrei „Maria am Hauch“ wie die tolle Jugendgruppe „Nervensegen“, die für eine schöne lebendige musikalische Gestaltung sorgte. Unter den Schwabacher Gottesdienstbesuchern fanden sich zudem Vertreter der Schwabacher Kolpingsfamilie, der Geschäftsführung des St. Gundekar-Werks und sogar Caritas-Direktor Domkapitular Monsignore Reiner Brummer aus Eichstätt. Er war von dieser heiteren Atmosphäre des ökumenischen Kirchentages, die das nahende Pfingstfest schon spürbar werden ließ, ebenso angetan wie die Schwabacher ACK-Gruppe am Ende dieses gehaltvollen Tages.
SCHWABACH ( ACK) - Zu Fuß zum Ökumenischen Kirchentag in München machten sich 18 Frauen und Männer aus der Stadt Schwabach und dem Umland im Mai 2010. Schon im vergangenen Jahr waren sie in Tagesetappen durch das Bistum Eichstätt von Nürnberg bis in die Bischofsstadt gepilgert. In diesem Jahr ging es von Eichstätt aus weiter. Die Wanderstrecken an den vorgesehenen vier Tagen waren ungewöhnlich lang. Sie konnten nur von geübten Wanderern bewältigt werden. Eine gute Stimmung herrschte von Anfang an unter den Teilnehmern, die durch ein nahezu ideales Wanderwetter noch unterstützt wurde. Alle Mitpilger waren fit und erreichten das Ziel ohne Schaden. Geistliche Impulse von den Teilnehmern selbst gestaltet, unterbrachen den Fluss körperlicher Bewegung. Von Eichstätt auf die Höhen der Alb und durch die Feldfluren des flachen Schwemmlandes der Donau führte der Pilgerweg. Entlang des idyllischen Wasserlaufs der Schutter ging es ins Zentrum von Ingolstadt. Von dort wurde als nächstes Pfaffenhofen angesteuert, das Zentrum der Hallertau zwischen gelb leuchtenden Rapsfeldern und den Anlagen aus Holzstämmen und Draht hindurch, an denen die Hopfenranken schon Höhe gewonnen hatten. Mit dem Erreichen des Tales der Amper in Allershausen endete die Hopfengegend. Ein besonderer Höhepunkt bildete das berauschend schöne Panorama nach dem Verlassen des ausgedehnten Kranzberger Waldes mit den markanten Höhen von Freising und Weihenstephan im Hintergrund.
Am letzten Tag führte der Weg entlang der Isar nach München bis in den Englischen Garten, ins Zentrum der Stadt. Mit der U-Bahn erreichte die Pilgergruppe dann noch rechtzeitig den Eröffnungsgottesdienst zum Ökumenischen Kirchentages . Hier hielten die Pilger müde, aber im Hochgefühl ihrer Leistung inmitten der großen Teilnehmerzahl, jedoch stolz den prächtigen Wimpel der ACK Schwabach der sie begleitet hatte, hoch. Ein Mitglied der Gemeinde St. Sebald hatte ihn speziell für diesen Pilgerweg geschaffen. Mit dem „Abend der Begegnung“, der sich als eine überwältigende Anhäufung von Marktständen nahezu aller kirchlichen Aktivitäten Bayerns entlang des Altstadtrings darstellte, wurde dieser Pilgerweg eindrucksvoll abgeschlossen. Hier erhielt die Gruppe Einblicke in alles, was in Pfarreien und Gemeinden des Landes an geistigen, geistlichen, kulturellen und kulinarischen Eigenheiten gepflegt wird. Dass sich Schwabach mit seiner Gold-Tradition sehr originell präsentierte, verstand sich dabei fast von selbst. Die Zierde das Standes war natürlich der Wimpel der ACK, das war ja klar!
